Adi Mayer Film

Am erfolgreichsten in der Werbefilmherstellung in den 30er-Jahren, war die Wiener Adi Mayer Film. Die Geschichte dieser Filmfirma ist auch deshalb von besonderem Interesse, weil sie als älteste noch existierende österreichische Produktionskompanie einen Meilenstein österreichischer Filmgeschichte darstellt.

Adi Mayer’s Filmbüro, wie die Adi Mayer Film (kurz: AMF) korrekt heißt, ist seit Jänner 1938 im Handelsregister registriert. Doch die Firma selbst ist viel, viel älter: Adi’s Vater, Gustav Mayer (1875-1936), gründete bereits Anfang der 20er-Jahre die Mayer Film, die 1926 zu Mayer’s Filmaktualitäten-Büro mutierte. Adi Mayer hat den Betrieb, der bis dato Mayer’s Filmbüro hieß, von seiner Mutter übernommen. Und so zeichnet die Firma bis heute als Adi Mayer’s Filmbüro (ab 1938) respektive als Adi Mayer Film (ab 1986) bzw. als Adi Mayer’s Filmbüro GesmbH (ab 2000). Auch bei der Übernahme durch Adi’s Frau Margarethe und dann durch den Sohn Peter blieb es beim Namen Adi Mayer.

Unternehmensgeschichte

Die Gründerjahre unter Gustav Mayer (1923-1938)

Die erste dokumentierte Produktion der Mayer Film war ein merkwürdiges Zwischending von Bühnen- und Filmkunst, es entstand 1923 und hieß „S’Hannerl vom Dreimäderlhaus“ mit dem Untertitel „Im Reiche der Wiener Melodien“. Im Prinzip handelte es sich hier um eine volkstümliche Veranstaltung rund um Franz Schubert.

Hauptsächlich widmete sich Mayer der so genannten „Aktualität“ – dokumentarische Ereignisberichte aus Politik, Kultur, Sport und Gesellschaft mit aktuellem Zeitbezug -, also einem Vorläufer der Wochenschau. Der erste amtlich abgenommene und in der Zensurliste protokollierte Film der Firma Gustav Mayer war „Das Grubenunglück in Hart bei Gloggnitz (Das Leichenbegängnis der 29 Opfer). Historisch am bedeutsamsten sind die Aufnahmen vom Justizpalastbrand in Wien – der Justizpalast wurde 1927 von aufgebrachten Demonstranten in Brand gesteckt. Dieses Produktionsprogramm – mit nur marginalen Ausreißern ins Spielfilm-Genre – manifestierte sich ab 1929 im Firmennamen Mayer’s Filmaktualitäten-Büro.

Mayers Traum einer eigenen Wochenschau standen die hohen Produktionskosten gegenüber: Seine „Wiener-Film-Woche“ erschien nur in zwei Ausgaben im Oktober 1925. Am Beginn der 30er-Jahre kam es dann allerdings zu einer sehr engen Kooperation zwischen Mayer und der Firma Selenophon. Die Selenophon hatte ein eigenes Tonfilm-System erfunden und stellte nach diesem System zahlreiche Kurz- und Werbefilme sowie Wochenschauen her. Da einerseits die Einführung des Tonfilms beträchtliche Investitionen seitens der Produktionsfirmen erforderte, andererseits die Selenophon-Leute mit ihrem Produkt auf den Markt kommen wollten, war die Herausgabe einer gemeinsamen Wochenschau eine hervorragende Idee. In der ersten Dezemberwoche 1930 erschien schließlich die erste gemeinsame Produktion dieser Art in den Wiener Kinos unter dem Titel „Selenophon Tonfilmschau Austria“, 1.Ausgabe, hergestellt von Selenophon & Mayer Film. Mit zu den bemerkenswertesten Beiträgen dieser Zeit zählen die Berichte über den Eisenbahnattentäter Silvester Matuska, die Ankunft des ersten Zeppelins in Wien und die Aufnahmen über das berühmte Fußball-Wunderteam.

Während Gustav Mayer Ende 1932 die Zusammenarbeit mit der Selenophon, zumindest auf dem Wochenschausektor, einstellte, war Adi (wie  Adolf Mayer ausnahmslos gerufen wurde) als Kameramann weiterhin für diese Firma tätig. Unter seiner Kameraführung entstanden preisgekrönte Filme wie etwa „Wilde Wasser“ – 1.Preis für Kulturfilme bei der Biennale 1935, „Wiener Mode (Symphonie Autrichienne)“ – Grand Prix 1937 (Paris) und „Österreichische Bundesbahnen“ – ein exzellenter Bahn-Imagefilm (1937).

Mayers erste Werbefilme

Das Jahr 1933 stellt einen Einschnitt im Schaffen Gustav Mayers dar. Mit der „Inthronisation des Erzbischofes Dr. Innitzer“ (hergestellt im Dezember 1932) verlässt Mayer das Genre des Aktualitätenfilms, um nur noch einmal (nämlich im April 1934 anlässlich des Ablebens der beliebten Volkschauspielerin Hansi Niese) in dieses Metier zurückzukehren. Danach hat er keine einzige Aktualität mehr hergestellt, sondern sich dem Reklamefilm zugewandt. Produziert wurde im neuen Medium Tonfilm, das ab etwa 1930 seinen Durchbruch erzielte.

Bereits 1926 produzierte Gustav Mayer unter dem Titel „Wiener Kunst- und Naturschönheiten – 1.Teil: Schönbrunn“ einen „Reklamefilm“, in dem zwar das Schloss Schönbrunn kurz vorkommt, im Prinzip aber das Restaurant Tiroler Garten  beworben wird. 1929 übernahm er den Auftrag zur Herstellung eines Werbefilms über den „Herren-, Damen- und Kinderfrisier-Salon“ des Rudolf Weininger in Wien. Im selben Jahr entstand im Auftrag des „Reichsbundes der unabhängigen Kolonisten Österreichs“ der 3 Akte umfassende Naturaufnahmen- und Propagandafilm „Boden-Frei“. Von 1934 bis Ende 1937 stellte die Mayer Film über 60 Werbefilme verschiedenster Auftraggeber her, darunter die Hammer Brotwerke und die Wiener Gaswerke.

Ende 1936, nach dem Tod von Gustav Mayer, ging die Firma in die Hände der Witwe über. Als Geschäftsführer fugierte nicht der ältere Sohn Rudolf (geb. 1903) sondern Adolf Mayer (geb. am 14.5.1908).

Adi Mayer’s Filmbüro (1938-1945)

Adi Mayer löste im Jänner 1938 einen eigenen Gewerbeschein. Der Firmenname wurde in Adi Mayer’s Filmbüro umbenannt, der Standort in Wien, den Vater Gustav 1935 eingerichtet hatte, blieb jedoch derselbe.

Im Dezember 1937 wurde als letzte Produktion von Mayer’s Filmbüro der „Persil Jubiläumsfilm“ eingereicht, im Jänner 1938 erschien als erste Produktion von Adi Mayer’s Filmbüro der Werbefilm „Frohe Laune“ in den Kinos.

Die Anfangszeit von Adi Mayer’s Filmbüro – oder AMF, wie die Firma überall genannt wurde – war gekennzeichnet durch die politische Umbruchsituation auf Grund der nationalsozialistischen Machtübernahme in Österreich und der damit verbundenen Kuratel, unter der die Medien standen. Dennoch konnte die AMF zwischen 1938 und 1943, also bis weit in die Kriegsjahre hinein, Werbefilme herstellen, darunter als einen der ersten Farb-Werbefilme überhaupt den Titel „Lasst Farben sprechen“; der letzte vor der Filmprüfstelle gezeigte hieß „Vollblut“, am 15.1.1943(!) von derselben abgenommen.

Nur wenige dieser interessanten Produktionen sind – auf Grund eines Brandes – der Nachwelt erhalten geblieben, nämlich ein „Palmers-Werbefilm“ aus dem Jahre 1942 sowie die beiden Zigarettenwerbefilme „Nur die Ruhe“ und „ein orientalisches Wunder“ (gezeichnet von Bruno Wozak).

Einen Ausweg, um die Produktionsfazilitäten zu erhalten, boten die Auftragsproduktionen der 1938 gegründeten Wien-Film (bekannt durch die beliebten Spielfilme mit Hans Moser), die eine eigene Kulturfilmabteilung hatte. Beim ersten Kulturfilm der Wien-Film, „Von Ohr zu Ohr“ (ein Film über das Telefon) führte Adi Mayer Regie. Zwecks Bündelung der Kräfte gründete Mayer 1939 zusammen mit dem damals bekannten Kulturfilmproduzenten Dr.Max Zehenthofer aus Salzburg und Sepp Ziegler die Ostmärkische Kulturfilm-Gemeinschaft, die ebenfalls eng mit der Wien-Film zusammenarbeitete. Bei insgesamt 8 Kulturfilmen machte Mayer mit, teils als Hersteller, teils als Regisseur oder in beiden Funktionen.

1940 stelle Mayer im Auftrag der Berliner Adler-Film und in Zusammenarbeit mit der Reichsbahn einen sehenswerten Dokumentarfilm über den steirischen Erzberg („Zum Eisernen Berg“) her.

Als Kameramann der Deutschen Wochenschau drehte er aktuelle Beträge von der Front, wurde aber dann Mitte 1941 nach Wien versetzt, wo er als Bereichsleiter für die Wochenschau agierte. Im Auftrag der Deutschen Wochenschau inszenierte er noch 1943 einen Kulturfilm über die Wiener Sängerknaben.

Der letzte während des Krieges hergestellte Adi Mayer Film war eine Auftragsproduktion der Wiener E-Werke und zeigte die Herstellung und Verlegung des 100-kV-Ölkabelrings.

Nachkriegsjahre (1945-1960)

Bedingt durch die Kriegsereignisse ruhte der Betrieb ab 1944, aber schon 1945 – kurz nach Kriegsende – gelang es Mayer, den Auftrag für einen abendfüllenden Dokumentarfilm über die Volksgesundheit zu bekommen („Weg zur Volksgesundheit“, 1946 fertig gestellt), da sein Atelier in der Schottenfeldgasse keine gravierenden Kriegsschäden aufwies. Zwischenzeitlich kam auch Sohn Peter (21.5.1940) zur Welt, der bereits im Volksschulalter als Darsteller im Betrieb mitwirkte. Nach dem Krieg konzentrierte sich Adi Mayer endgültig auf die Werbung (Industrie- bzw. Wirtschaftsfilme – auch im Bereich des so genannten „Social Advertising“ – sowie kurze Kinowerbefilme). Das Geschäft entwickelte sich rasant: Allein zwischen 1946 und 1949 stellte die AMF 71 Kinowerbefilme und 4 große Wirtschaftsfilme her. Der wirtschaftliche Erfolg manifestierte sich auch in der Tatsache, dass Mayer stets in seine beiden Ateliers reinvestiert hat und damit filmtechnisch immer „up to date“ war.

1956 wurde eine Aktion zur Förderung des österreichischen Werbefilms ins Leben gerufen Diese Aktion hat sich folgende Ziele gesetzt:

a)      Die Aufmerksamkeit der Werbung treibenden Wirtschaft stärker auf den Werbefilm zu lenken

b)      Die Arbeit der Filmhersteller anzuspornen und zu fördern

c)       Den allgemeinen Standard des Werbefilms in Österreich zu heben

Zu diesem Zweck wurde ein Staatspreis kreiert, ein Vorläufer der ab 1978 vergebenen „Österreichischen Staatspreise – Kinowerbefilm/TV-Spot/Wirtschaftsfilm“. Für den Staatspreis 1957 reichte Adi Mayer 13 Produktionen ein und errang auf Anhieb den „1.Staatspreis“ für die Produktion „Wien schenkt immer Freude“, ein Fremdenverkehrswerbefilm über Wien.

In den 50er-Jahren kündigte sich eine mediale Revolution an: Das Fernsehen stand vor der Tür. 1955 flimmerten die ersten Bilder des österreichischen Fernsehens in den heimischen Stuben. Gab es Ende 1955 erst 1.420 Fernsehteilnehmer, explodierte die Teilnehmerzahl 1960 auf 290.095 – und jedes Jahr kamen nun rund 100.000 neue „Fernseher“ dazu, entsprechend rapide sank die Zahl der Kinobesucher. Um von der Entwicklung nicht überrollt zu werden, mussten sich die etablierten Werbefilmhersteller schnellstens auf das neue Medium umstellen.  Adi Mayer sah die Zeichen der Zeit und war ab 1959 an vorderster Front dabei, dies ohne aber den angestammten Kinowerbefilm mit Produktionen wie Sparefroh, Sparkasse, Maggi und Thea zu vernachlässigen. Es wurde nach wie vor auf Film – mit allen Umstellungsproblemen – produziert und fertig gestellt. Für das Kino weiterhin in Farbe, für das Fernsehen in Schwarz-Weiß. Die Umstellung auf TV-Farbe erfolgte 1969, (jene auf Video im semiprofessionellen Bereich 1975 und im professionellen Bereich ab 1980).

Die AMF unter Peter und Erika Mayer

Als am 12.Dezember 1960 Adi Mayer plötzlich starb, studierte sein Sohn Peter Mayer noch (Hochschule für Welthandel, Spezialfach Werbung und Verkauf), daher übernahmen Antonia Günther (eine langjährige Mitarbeiterin) und die Witwe Margaretha Mayer den Betrieb. 1963 stieg dann Peter Mayer voll in den Betrieb ein, den er im Februar 1972 auch handelsrechtlich übernahm. Nach dem Ausscheiden der beiden Kommanditistinnen Margaretha (1986) und Ehefrau Erika Mayer (1984) war Peter Mayer seit 16.10.1986 Alleininhaber bzw. Alleingesellschafter der Firma. Obwohl aus rechtlichen Gründen als Kommanditistin ausgetreten, arbeitete Erika Mayer (auch sie war Diplomkaufmann) im Betrieb stets „an vorderster Front“ mit. Sie war als Herstellungsleiterin „die Seele des Unternehmens“ (Zitat: Peter Mayer) und trug energisch, zäh und unermüdlich zu den großen Erfolgen der AMF in den Jahren 1980-2001 bei. Sie verstarb jedoch leider im November 2001.

Als Peter Mayer 1963 die Geschäftsführung übernahm, war dies auch eine Zeit des Umbruchs in der Werbefilmherstellung: weg von der direkten Auftragsvergabe durch die Auftrag gebenden Firmen hin der Auftragsvergabe durch Werbeagenturen. Dadurch änderten sich auch die Arbeitsmethoden, da die Agenturen strenge Vorgaben (Drehbuch) machten und die kreativen Möglichkeiten innerhalb dieser Grenzen minimiert wurden. Zahlreiche In- und Auslandsaufträge ließen das Produktionsvolumen drastisch ansteigen. 1969 kam es zu den ersten Auslandsaufträgen (vor allem aus der BRD), ab 1980 produzierte die AMF für den ostasiatischen und südamerikanischen Raum, ab 1985 wurden Filme für den Einsatz in den heiß umkämpften Märkten Frankreich und Schweiz hergestellt (sowohl für den Kino- als auch für den TV-Einsatz). 1999 hat die AMF 479 Werbespots gedreht.

Peter Mayer – persönliche Erfolge

1977 trat man seitens der Wiener Filmakademie an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst an Peter Mayer mit der Frage heran, ob er die Produktionsklasse übernehmen möchte. Nach entsprechender Bedenkzeit und angesichts der Notwendigkeit, dass erfahrene Profis ihr Wissen weitergeben sollen, hat er die Bitte entsprochen und mit seiner Lehrtätigkeit begonnen.

Im Jahr 1986 wurde er zum ordentlichen Universitätsprofessor ernannt und leitet seit 2002 die Wiener Filmakademie. Darüber hinaus ist er Lektor an der Wirtschaftsuniversität Wien und an der Fachhochschule Wieselburg. Er war Redner in Alpbach und u.a. Vortragender am Institut für Publizistik und Kommunikationswissenschaften der Universität Wien.

Dazu kamen zahlreiche öffentliche Funktionen: Obmann der Berufsgruppe Werbefilmhersteller und Vorsitzender des Arbeitgeberausschusses im Fachverband der Filmindustrie in der WKO, Präsident der AAFP (Verband österreichischer Filmproduzenten) und Vorstand der CFP (Commercial Film Productions Europe).

Die zahlreichen Auszeichnungen, die der AMF unter Peter Mayer verliehen wurden, sind sichtbarer Ausdruck einer hochwertigen, professionellen Arbeit und Zeichen einer Firmentradition, die nahtlos vom Großvater Gustav über den Vater Adolf auf Peter Mayer überging.

Die AMF heute

Ressourcen und Produktionsspektrum

Die AMF ist heute mit 15 fest angestellten Mitarbeitern der größte Werbefilmhersteller in Österreich. Dieser Erfolg kommt nicht von ungefähr, obwohl kaum Akquisition betrieben wird. Der über Jahrzehnte bestehende Bekanntheitsgrad der Firma (immerhin in der 3.Generation in Familienhand) lässt viele Auftraggeber den Weg in die Apollogasse finden. Österreichische Regisseure von Rang haben bereits bei der AMF gearbeitet: Corti, List, Glück, Novotny, Patzak und Gruber, um nur einige zu nennen.

1975 begann das Videozeitalter der AMF, zunächst mit dem U-Matic-System (HB), ab 1980 wurde – innovativ im Videobereich – auf 1“ produziert, seit 1990 – wiederum als erste Produktionsfirma in Österreich – mit dem D-2-Standard, bald danach begann das volldigitale Zeitalter mit einem nonlinearen Schnittplatz (Avid). Mayer war somit einer der ersten Produzenten, die schon in den 70er-Jahren bewusst auf Video gesetzt haben und in eine hauseigene Video-Post-Produktion investiert haben. Um auch hier den hohen Qualitätsstandard zu halten, ist das jährliche Investitionsvolumen beachtlich, zumal die Innovationswertigkeit in der Videotechnik und Computergrafik zurzeit bei maximal einem Jahr liegt. Das heißt nun nicht, dass der Film ausgedient hat, im Gegenteil – viele Spots werden nach wie vor auf 35 mm gedreht, fertig gestellt wird das Ganze am digitalen Schnittplatz, der Auftraggeber bekommt schließlich den fertig geschnittenen „Film“ in jedem gewünschten Format (Video, DVD etc.).

Mit zu den interessantesten Projekten zählen die Kampagnen „Gedanken zum Erfolg,  „KIKA Selbstabholer“, „Ford Fiesta“ und „Triumph Viva Espana“. Zahlreiche nationale und internationale Preise und Auszeichnungen (Österr. Staatspreise für TV- und Kinowerbung, Werbe- und Wirtschaftsfilm, CCA-Venus in Gold, Silber und Bronze; Berliner Klappe; Award of Master; Mobius Award; 1.Plätze bei diversen „Top Ten“ – Jahrgängen [u.a. 1999] etc.) sind sichtbarer Ausdruck professioneller Qualitätsarbeit.

Neben Werbespots werden auch PR- oder Industriefilme hergestellt, eine Arbeit, „die von der Produktion her einen geringeren Aufwand verursacht und erfahrungsgemäß bessere Renditen bringt. Ein ganz interessantes Zubrot…“.

Wenn auch die AMF in erster Linie als Werbefilm-Produzentin bekannt ist, hatte sie auch in anderen Genres Erfolg. So wurden immer wieder österreichische Top-Regisseure bei ihren Spielfilm-Projekten betreut, wie Axel Corti: „Die Katze auf dem Gleis (1969)“, Wolfgang Glück: „Zwischen Bindenschild und Rautenbanner (1974)“ und Andreas Gruber: „Drinnen und Draussen (1984)“.

Ein weiteres Projekt war ein Auftrag der Donaukraftwerke: Eine fix einbetonierte 35-mm-Kamera dokumentierte den Bau des Kraftwerkes Freudenau, indem alle 4 Minuten ein Kader belichtet wurde (ausgenommen nachts). Nach Fertigstellung des Kraftwerkes 1997 steht nunmehr eine lückenlose 200-minütige Dokumentation über diesen Bau zur Verfügung.

1997  stellte die AM eine Dokumentation her: Sie porträtierte den russischen Offizier und Waffeningenieur Michail Kalaschnikow, Erfinder und Namensgeber einer der bekanntesten Maschinenpistolen.

In ein neues Genre wagte sich die AMF 1998: Für die beliebte und mehrfach ausgezeichnete ORF-Fernsehserie „Universum“ wurden zunächst einmal zwei Sendungen realisiert: Eine Folge behandelt das Leben der Bienen (gewann in Banff einen „Großen Preis“), die andere hatte die Salzgewinnung in Österreich, Russland, Polen, Portugal und Bolivien zum Thema. Später folgten dann zwei weitere Sendungen: „Weltkulturerbe Hallstadt“ und „Ameisen – Ants“ (der mit 18 internationalen Preisen höchstausgezeichnete österreichische Beitrag zur Universum-Serie).